Warum Brustoperationen immer beliebter werden
Brustoperationen gehören zu den häufig nachgefragten Eingriffen in der ästhetischen und plastischen Chirurgie. Dazu hat unter anderem die größere gesellschaftliche Akzeptanz beigetragen. Die Kosten hängen von Methode, Implantat, Klinik und Nachsorge ab und können deutlich variieren.
Einfluss der Medien
Prominente wie Daniela Katzenberger oder Brigitte Nielsen haben öffentlich über ihre Eingriffe gesprochen und sich teils sogar von Kamerateams begleiten lassen. Ob das Vorbildcharakter hat, bleibt umstritten – klar ist jedoch, dass mediale Präsenz das Thema sichtbar gemacht und enttabuisiert hat.
Gründe für eine Brustoperation
Die plastische Chirurgie kennt eine Vielzahl von Motiven für Brustoperationen, die ästhetische und medizinische Ursachen haben können.
Ästhetische Gründe
Der häufigste Grund ist der Wunsch nach
- einer volleren Brust,
- einer harmonischeren Körperproportion oder
- einem veränderten Körpergefühl.
Die Entscheidung ist individuell und sollte gut überlegt sein. Ob eine Operation die eigenen Erwartungen erfüllt, lässt sich vorher nicht garantieren.
Medizinische Gründe
Weniger bekannt ist, dass eine Brustoperation auch medizinisch begründet sein kann, etwa beim Wiederaufbau der Brust nach einer Krebserkrankung. Frauen mit sehr großer Oberweite entscheiden sich manchmal für eine Brustverkleinerung, mit dem Ziel, Beschwerden wie
- Rückenschmerzen
- Nackenverspannungen
- Haltungsschäden
oder Einschränkungen im Alltag zu verringern.
Implantate und Materialien
Heute werden überwiegend Silikongel-Implantate verwendet. Gründe dafür sind unter anderem:
- eine natürlich wirkende Form und Konsistenz,
- die Möglichkeit, Form und Größe individuell auszuwählen,
- die langjährige Erfahrung mit diesem Implantattyp.
Implantate halten nicht unbegrenzt und können im Laufe der Zeit einen Austausch erforderlich machen. Welche Implantatform und welcher Hersteller sinnvoll sind, sollte immer gemeinsam mit der behandelnden Fachärztin oder dem Facharzt besprochen werden.
Operationsmethoden
Es gibt verschiedene Schnitttechniken, die je nach Ausgangslage und gewünschtem Ergebnis genutzt werden.
Häufige Schnittführungen
- Schnitt in der Unterbrustfalte
(häufigste Methode, gut kontrollierbare Platzierung des Implantats) - Schnitt am Rand der Brustwarze
(unauffällige Narbenbildung, geeignet für bestimmte Implantate) - Schnitt in der Achselhöhle
(kaum sichtbare Narben, technisch anspruchsvoller)
Jede Methode hat Vorteile und Risiken. Eine gründliche Beratung durch eine Fachärztin oder einen Facharzt für Plastische und Ästhetische Chirurgie ist unerlässlich.
Mögliche Risiken
Wie jede Operation ist auch eine Brustoperation mit Risiken verbunden. Dazu gehören unter anderem Infektionen, Nachblutungen, Wundheilungsstörungen, auffällige Narben, Empfindungsstörungen an der Brustwarze und Asymmetrien. Bei Implantaten können außerdem eine Kapselfibrose, ein Verrutschen oder Reißen des Implantats sowie sehr selten eine bestimmte Form von Lymphdrüsenkrebs (BIA-ALCL) auftreten. Nach einer Brustverkleinerung kann die Stillfähigkeit eingeschränkt sein. Ob ein Eingriff geeignet ist, hängt von der individuellen gesundheitlichen Situation ab.
Alternativen zur Brust-OP
Nicht jede Frau möchte oder kann eine operative Lösung wählen. Einige optische Tricks helfen, das Erscheinungsbild der Brust vorübergehend zu verändern.
Optische Alternativen
- Push-up-BHs
- Geleinlagen für den BH
- Die bekannte „Tempo-Methode“ (provisorische Volumenpolsterung)
Diese Optionen sind nicht dauerhaft, können aber kurzfristig zu einem volleren Dekolleté beitragen.
