Eine Nasenoperation, fachsprachlich Rhinoplastik, ist ein Eingriff zur Veränderung der Nasenform. Sie kann medizinisch begründet sein, etwa um die Nasenatmung zu verbessern oder Folgen von Verletzungen oder angeborenen Fehlbildungen zu korrigieren. Häufig wird sie auch aus ästhetischen Gründen durchgeführt.
Die richtige Entscheidung treffen
Wenn Sie über eine Nasenoperation nachdenken, sprechen Sie mit der Chirurgin oder dem Chirurgen offen über Ihre Ziele und darüber, was Sie an Ihrer Nase stört. Wichtig sind realistische Erwartungen: Eine Operation kann die Form der Nase verändern, ein bestimmtes Ergebnis lässt sich jedoch nicht garantieren. Lassen Sie sich auch über Risiken wie Nachblutungen, Infektionen, Atembeschwerden, Asymmetrien oder ein nicht zufriedenstellendes Ergebnis aufklären, das eine Korrektur erforderlich machen kann. Erst wenn Sie die Entscheidung zu einer Nasenoperation gemeinsam mit dem Arzt Ihres Vertrauens getroffen haben, beginnt die Vorbereitung.
Vor der Operation
Blutverdünnende Mittel wie Acetylsalicylsäure (Aspirin) oder Ibuprofen sowie manche Präparate wie Vitamin E oder pflanzliche Ergänzungsmittel können das Blutungsrisiko erhöhen. Ob und wie lange Sie solche Mittel vor und nach der Operation pausieren sollten, legt die behandelnde Ärztin oder der behandelnde Arzt fest – setzen Sie verordnete Medikamente nie eigenmächtig ab. Wenn Sie rauchen, wird meist empfohlen, mehrere Wochen vor der Operation damit aufzuhören, da Rauchen die Wundheilung beeinträchtigen kann. Besorgen Sie verordnete Medikamente nach Möglichkeit vor dem Operationstermin und organisieren Sie die Heimfahrt, denn nach dem Eingriff dürfen Sie nicht selbst fahren. Lippenbalsam und Getränke können helfen, wenn der Mund durch die Mundatmung trocken wird. Kleidung mit Knopfleiste ist praktischer als Oberteile, die über den Kopf gezogen werden. Schweres Heben sollte in den ersten Wochen vermieden werden.
Nach der Operation
Ein leicht erhöht gelagerter Kopf beim Schlafen kann dazu beitragen, Schwellungen zu verringern. Häufig werden in den ersten Tagen weiche Kost und körperliche Schonung empfohlen. Auf das Tragen einer Brille sollte in den ersten Wochen meist verzichtet werden; fragen Sie nach Alternativen, wenn Sie auf eine Brille angewiesen sind. Schützen Sie die Haut im Operationsgebiet vor starker Sonne. Nehmen Sie Schmerzmittel nach ärztlicher Anweisung ein und gönnen Sie sich ausreichend Ruhe. Schwellungen können Wochen bis Monate, in Einzelfällen länger, anhalten, bevor das endgültige Ergebnis sichtbar ist. Bei starken Schmerzen, Fieber, anhaltender Blutung oder Atemnot sollten Sie umgehend ärztliche Hilfe in Anspruch nehmen.
