CBD-Produkte sind in vielen Formen erhältlich – von Tropfen über Kapseln bis zu Tee. Dieser Artikel gibt einen Überblick über die gängigen Darreichungsformen und ihre Eigenschaften. Wichtig vorab: Für frei verkäufliche CBD-Produkte ist eine gesundheitliche Wirkung für die meisten Anwendungen nicht belegt, und CBD-haltige Lebensmittel und Nahrungsergänzungsmittel sind in der EU als neuartige Lebensmittel (Novel Food) bislang nicht zugelassen.
CBD-Öle: Vielseitige Anwendung für Tropfen und Massage
CBD-Öle werden entweder als Tropfen unter die Zunge gegeben oder äußerlich, etwa bei Massagen, verwendet. Bei der Einnahme unter die Zunge wird ein Teil des CBD über die Mundschleimhaut aufgenommen.
Bei Massagen mit CBD-Öl trägt vor allem die Massage selbst zur Entspannung und Lockerung der Muskulatur bei. Ein zusätzlicher Effekt durch CBD ist nicht belegt.
CBD-Öle sind vielseitig einsetzbar. Achten Sie auf die Angabe der CBD-Menge pro Tropfen, um die aufgenommene Menge einschätzen zu können.
CBD-Kapseln: Einfache Einnahme für unterwegs
CBD-Kapseln bieten eine praktische Lösung für diejenigen, die oft unterwegs sind. Mit ihrer vorportionierten Formel ermöglichen sie eine einfach und konsistente Dosierung, ohne dass man sich Gedanken über Tropfen zählen oder mischen machen muss. Sie können diskret eingenommen werden und passen leicht in jede Tasche oder Handtasche. Anders als Öle oder Tinkturen haben Kapseln keinen Geschmack, was sie besonders angenehm macht für Menschen, die den natürlichen Geschmack von CBD-Öl nicht mögen.
Kapseln werden mit Wasser geschluckt. Manche Kapseln lösen sich erst im Darm auf. Wie viel CBD dabei vom Körper aufgenommen wird, kann je nach Produkt und Einnahme mit oder ohne Mahlzeit stark schwanken.
CBD-Cremes: Hautpflege und gezielte Anwendung
CBD-Cremes werden in der Hautpflege eingesetzt und sollen die Haut beruhigen und mit Feuchtigkeit versorgen. Für Hauterkrankungen wie Akne, Ekzeme oder Schuppenflechte ist eine Wirksamkeit von CBD nicht belegt; diese sollten dermatologisch behandelt werden.
Manche Nutzer tragen CBD-Cremes bei Gelenk- oder Muskelbeschwerden auf. Für eine schmerzlindernde Wirkung gibt es bislang keine belastbaren Belege. Anhaltende Beschwerden sollten ärztlich abgeklärt werden.
CBD-Cremes lassen sich leicht in die Pflegeroutine integrieren. Wie viel CBD dabei in tiefere Hautschichten gelangt, ist wenig untersucht. Neue Produkte sollten zunächst an einer kleinen Hautstelle getestet werden.
CBD-Vape: Inhalation
Beim Vapen wird CBD über die Lunge aufgenommen und gelangt rasch ins Blut. Das Inhalieren von Dampf kann jedoch die Atemwege belasten, und die gesundheitlichen Langzeitfolgen sind nicht ausreichend untersucht.
Die aufgenommene Menge ist beim Vapen schwer genau zu kontrollieren. Für Einsteiger ist diese Form deshalb nicht zu empfehlen.
E-Liquids werden in vielen Geschmacksrichtungen angeboten. Auch Aromastoffe können beim Erhitzen die Atemwege reizen.
CBD-Gummis: Geschmackvolle Alternative zu klassischen Formen
CBD-Gummis enthalten eine festgelegte Menge CBD pro Stück und sind einfach einzunehmen. Als Lebensmittel unterliegen sie dem Novel-Food-Recht, nach dem CBD-Lebensmittel bislang nicht zugelassen sind.
Da Gummis wie Süßigkeiten aussehen, sollten sie unbedingt für Kinder unerreichbar aufbewahrt werden.
CBD-Gummis gibt es in vielen Geschmacksrichtungen. Die Geschmacksrichtung sagt nichts über Qualität oder Wirkung aus.
CBD-Sprays: Praktisch für die orale Einnahme
CBD-Sprays bieten eine praktische Methode zur Einnahme von Cannabidiol. Diese Form der Applikation ist besonders benutzerfreundlich, da das Produkt einfach unter die Zunge gesprüht wird und schnell in den Blutkreislauf gelangt. Ein großer Vorteil liegt in der präzisen Dosierung: Mit jedem Pumpstoß wird exakt dieselbe Menge CBD abgegeben, wodurch sich die Einnahme leicht kontrollieren lässt. Darüber hinaus sind die Sprays kompakt und handlich, was sie ideal für den Einsatz unterwegs macht.
Sprays werden oft wegen ihres Geschmacks und der einfachen Anwendung gewählt. Eine gesundheitliche Wirkung ist für frei verkäufliche CBD-Sprays nicht belegt.
CBD-Tee: Entspannendes Getränk für den Alltag
CBD-Tee ist bei Menschen beliebt, die ein warmes Getränk bevorzugen. Ein warmer Tee kann als entspannendes Ritual empfunden werden – unabhängig vom CBD.
CBD-Tees werden oft mit Kräutern wie Kamille oder Pfefferminze kombiniert. Da CBD fettlöslich ist, geht es nur in geringen Mengen ins Teewasser über; der tatsächlich aufgenommene Gehalt ist daher schwer abzuschätzen.
CBD-Tee ist eine Alternative zu Ölen und Kapseln. Auch für ihn gilt der Novel-Food-Status von CBD-Lebensmitteln.
CBD-Lebensmittel: Integration in die tägliche Ernährung
Im Handel finden sich auch Lebensmittel mit CBD, zum Beispiel Honig oder Riegel. CBD-haltige Lebensmittel sind in der EU als Novel Food bislang nicht zugelassen, und Lebensmittelüberwachungsbehörden halten viele dieser Produkte für nicht verkehrsfähig. Einen „CBD-Bedarf“ gibt es nicht – CBD ist kein Nährstoff.
Auch CBD-Kaffee, -Tee und -Schokolade werden angeboten. Eine gesundheitliche Wirkung dieser Produkte ist nicht belegt.
Manche Menschen verwenden CBD-Öle als Zutat in Smoothies, Dressings oder Backwaren. Beim Backen kann ein Teil des CBD durch Hitze abgebaut werden, sodass der Gehalt pro Portion unklar ist.
Wer CBD-Produkte verwenden möchte, sollte die enthaltene Menge kennen, die Hinweise der EFSA beachten und die Anwendung ärztlich oder in der Apotheke besprechen, besonders bei Einnahme von Medikamenten.
Einordnung: Was nach aktuellem Kenntnisstand gilt
Gut belegt ist die Wirkung von CBD bislang vor allem für ein hochgereinigtes Arzneimittel (Epidyolex), das in der EU zur Behandlung von Krampfanfällen bei bestimmten seltenen Epilepsieformen – Lennox-Gastaut-Syndrom, Dravet-Syndrom und tuberöse Sklerose – zugelassen ist und ärztlich verordnet wird. Für andere Anwendungen, etwa bei Schmerzen, Angst, Schlafproblemen oder Hauterkrankungen, gibt es teilweise Hinweise aus Studien, aber nach aktuellem Stand keine ausreichenden Belege für eine Wirksamkeit frei verkäuflicher CBD-Produkte. Ergebnisse aus Labor- oder Tierversuchen lassen sich nicht ohne Weiteres auf den Menschen übertragen.
CBD kann Nebenwirkungen wie Müdigkeit, Durchfall oder Appetitveränderungen haben; in Studien mit höheren Dosen wurden auch erhöhte Leberwerte beobachtet. Zudem kann CBD die Wirkung anderer Medikamente beeinflussen. CBD-haltige Lebensmittel und Nahrungsergänzungsmittel gelten in der EU als neuartige Lebensmittel (Novel Food), für die bislang keine Zulassung vorliegt. Die Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA) nennt einen vorläufigen sicheren Wert von etwa 2 mg CBD pro Tag für Erwachsene; für Menschen unter 25 Jahren, Schwangere, Stillende und Personen, die Medikamente einnehmen, konnte die Sicherheit nicht festgestellt werden.
Dieser Beitrag dient der allgemeinen Information und ersetzt keine ärztliche Beratung. Ob CBD im Einzelfall sinnvoll sein kann, sollte mit einer Ärztin, einem Arzt oder in der Apotheke besprochen werden – insbesondere bei Vorerkrankungen oder wenn Sie Medikamente einnehmen.
