Frostbeulen – Erfrierungen

Frostbeulen sind Erfrierungen, welche durch Kälte entstehen, wenn beispielsweise die Haut nicht sehr dick ist und sehr empfindlich auf stärkere Kälte reagiert. Auf verschiedene Weise wird die Haut geschädigt, durch kältebedingte Hautschädigungen und durch eine Engstellung der Gefäße, was dazu führt, dass das Gewebe schlecht durchblutet wird.

Nasen, Ohren, Zehen und Finger sind am häufigsten von Frostbeulen betroffen.

Begünstigt werden Erfrierungen durch Nässe und Wind. In den meisten Fällen haben Frauen das Problem ständig und überall zu frieren. Auch wird häufig die Bezeichnung Frostbeule verwendet, wenn Menschen schnell frieren. Es hängt unter anderem von der allgemeinen Konstitution, zum Beispiel von der Dicke der Haut und der Fettschicht, sowie vom Trainingszustand der Gefäße ab, wann und wie sehr einem kalt ist. Bei der Frau wird weniger Wärme produziert, und durch die etwas dünnere Hautschicht verliert sich dies auch schneller.

Es wird hinzukommend zwischen verschiedenen Graden von Erfrierung gesprochen und natürlich auch unterschieden. Hautrötungen und Gefühllosigkeit gehören zu den etwas leichteren Fällen, bei denen es nach der Wiederaufwärmung zum Schmerzen und Jucken der Haut kommen kann. Mitunter hat schon fast jeder das Gefühl erlebt, wenn man länger in der Kälte gestanden hat, dass die haut dann beim aufwärmen juckte oder sich ein solches Kribbeln breit gemacht hat.

Bei Erfrierungen unterscheidet man zwischen verschiedene Grade, die mit unterschiedlichen Beschwerdebildern einhergehen. Schwere Blasenbildungen zum Beispiel entstehen bei Erfrierungen 2. Grades. Zum Aussterben der Hautschichten führen Erfrierungen 3. Grades. Frostbeulen entstehen aber nicht nur bei starker Kälte, auch bei lang andauernden, geringen Kälteeinwirkungen entstehen an betroffene Stellen beulenförmige Schwellungen und rötlich-bläuliche Verfärbungen und schmerzen.
Der Grund dafür, dass Frauen eher frieren als Männer liegt darin, dass sie zwar mehr isolierendes Körperfett haben, jedoch weniger über Muskeln verfügen, welche Wärme produzieren. Wer ständig am Frieren ist, sollte sich untersuchen lassen, denn es könnte auch eine Fehlfunktion der Schilddrüse, hormonelle Probleme oder Diabetes Ursache dafür sein. Oft stellt sich aber heraus, dass die Kälte für den Körper einfach ungewohnt ist. Das liegt daran, dass sich zu wenig an der frischen Luft bewegt wird, oft in überhitzten Räumen gesessen wird und Regen und Schnee gemieden werden. Die Gefäße werden dadurch zu wenig trainiert und an die Temperaturschwankungen kann der Körper sich nicht schnell genug anpassen.
Um sich dem Frieren vorzubeugen sind Kneipp Kuren, Saunagänge, Spaziergänge eine lohnenswerte Möglichkeit. Um das Herzkreislaufsystem und das Immunsystem zu stärken, ist Sport an der freien Luft eine ideale Gelegenheit. Auch angemessene Kleidung, und besonders die Kopfbedeckung sind besonders wichtig, denn ein großer Teil der Wärme wird über den Kopf abgestrahlt. Somit kann der Körper schneller auf den Kältereiz reagieren und die Wiedererwärmung im Körper funktioniert einfach wesentlich schneller.

Noch jahrelang können Beschwerden an den von Kälte beschädigten Hautstellen auftreten, dies macht sich durch Schmerzen oder Empfindlichkeit bei Temperaturschwankungen bemerkbar. Das Frieren selbst schützt aber auch den Körper vor dem Erfrieren und deshalb sollte sich das Frieren nicht ganz abgewöhnt werden, um Frostbeulen verhindern zu können.
Es darf also im gewissen Maße gefroren werden, allerdings nicht zu extrem, denn sonst wird man krank.