Wenn das Baby schreit

Unsicherheit und Angst im Umgang mit Neugeborenen

Viele junge Eltern sind noch sehr unsicher und ängstlich im Umgang mit ihrem Neugeborenen. Man hört so vieles, das einem als Mutter oder Vater eines Säuglings Anlass zur Beunruhigung geben kann, sodass man, nimmt man sich alles zu sehr zu Herzen, zwangsläufig als nicht nur gestresstes, sondern auch als übermäßig ängstliches Elternteil agiert. Doch gerade das ist ein sehr gefährlicher Faktor. Denn überängstliche Eltern beeinflussen ihr Baby meist unbewusst sehr negativ.

Die Balance halten

Oft ist es sehr schwer, die angemessene Balance zwischen gesunder Sorge und unangebrachter Dauernervosität zu halten. Insbesondere durch die permanente Thematisierung von Krankheiten und Gesundheitsrisiken von Babys in den Medien fühlen sich viele unerfahrene Eltern, aber auch so manche Elternpaare mit schon mehr als einem Kind, ständig neuer Verunsicherung von außen ausgesetzt.

Führt das so weit, dass man als Elternteil das Gefühl hat, den eigenen Instinkten nicht mehr trauen zu können, wenn es darum geht, Entscheidungen rund um das Wohlbefinden des Kindes zu treffen, so ist diese ständige Konfrontation bereits zu einem Problem geworden. Dann hat man Glück, einen wirklich guten Arzt zu haben, zu dem man Vertrauen hat und der so im Besitz der Fähigkeit ist, die unbegründete Angst soweit zu nehmen, dass wieder ein normaler Umgang mit dem Baby möglich ist.

Kleinigkeiten?

Auch sogenannte Wochenend-Daddys oder heutzutage manchmal auch Wochenend-Mamis, also jener Elternteil, der durch die viele Arbeit nur fast ausschließlich am Wochenende Zeit für die Beschäftigung mit dem Kind findet, haben oft Schwierigkeiten im Umgang mit dem Baby.

Die Gewöhnung an das Kind dauert länger, weil man es seltener sieht, das ist ganz klar. Gerade diese Elternteile sind dann oft vom Schreien und Weinen des Babys sehr schnell verunsichert und können die Ursache für den Aufruhr des Babys nicht so gut durchschauen. Ganz banale Ursachen wie zum Beispiel Blähungen als Grund für das offensichtliche Unbehagen des Babys werden dann nicht so schnell erkannt.

So kann dann eine solche Kleinigkeit zu großer Unruhe führen, während erfahrene Eltern gleich zu Sab Simplex gegen Blähungen bei Babys greifen können. Wichtig ist es aber, sich als Elternteil bei einem solchen Fall keine Vorwürfe zu machen und sich selbst die Zeit zu geben, das eigene Baby und dessen Bedürfnisse kennenzulernen. Beim dritten Kind wird man dann schon besser verstehen, wie ein Baby tickt und so auch gelassener und schneller auf die Bedürfnisse des Kindes reagieren können. Der Austausch mit anderen, möglicherweise bereits erfahrenen Eltern kann in jedem Fall sehr praktisch sein, außer Acht lassen sollte man aber nie, dass es „das typische Baby“ nicht gibt. Auch Babys sind sehr unterschiedlich und haben bereits persönliche Eigenheiten.

Vertrauen in die eigenen Fähigkeiten

Ein entscheidender Aspekt im Umgang mit dem Neugeborenen ist das Vertrauen in die eigenen Fähigkeiten als Eltern. Oftmals zweifeln junge Eltern an sich selbst und ihren Entscheidungen, was die Unsicherheit nur verstärkt. Hier kann es hilfreich sein, sich bewusst zu machen, dass niemand perfekt ist und Fehler dazugehören. Jede Erfahrung, sei es ein Erfolg oder ein Missgeschick, trägt dazu bei, dass man besser versteht, was das Baby braucht und wie man darauf reagieren kann.

Unterstützung und Austausch

Der Austausch mit anderen Eltern kann wertvolle Unterstützung bieten. Erfahrene Eltern können oft hilfreiche Tipps geben und beruhigen, wenn Unsicherheiten auftreten. Es ist auch sinnvoll, sich über verschiedene Erziehungsstile und -methoden zu informieren, um eine fundierte Entscheidung treffen zu können. Dennoch sollte man stets bedenken, dass jedes Kind einzigartig ist und individuelle Bedürfnisse hat.

Ruhe bewahren und Geduld haben

Es ist wichtig, ruhig zu bleiben und Geduld zu haben. Ein Baby spürt die Anspannung und Unsicherheit der Eltern und kann darauf ebenfalls gestresst reagieren. Indem man sich selbst Zeit gibt und in Ruhe herausfindet, was für das eigene Kind am besten funktioniert, schafft man eine entspannte Atmosphäre, die sowohl den Eltern als auch dem Baby guttut.

Insgesamt ist es entscheidend, dass Eltern lernen, auf ihre Instinkte zu hören und sich nicht von äußeren Einflüssen und Meinungen verunsichern zu lassen. Mit der Zeit wächst das Vertrauen in die eigenen Fähigkeiten und man wird sicherer im Umgang mit dem Neugeborenen.

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