Das Thema Burnout ist heute in aller Munde. Es gibt verschiedene Angebote, die bei Überlastung unterstützen sollen, zum Beispiel das Programm Auszeit von josefineross.de. Viele Menschen in Deutschland berichten von Dauerstress und Erschöpfung – im Beruf, in Schule und Studium oder in der Familie. Oft bleibt wenig Zeit für Erholung und die eigenen Bedürfnisse. Burnout ist keine eigenständige medizinische Diagnose, sondern wird von der Weltgesundheitsorganisation als Phänomen im Zusammenhang mit chronischem Stress am Arbeitsplatz beschrieben. Die Beschwerden können sich mit denen anderer Erkrankungen, etwa einer Depression, überschneiden. Die folgenden Anzeichen können auf eine anhaltende Überlastung hindeuten. Sie ersetzen keine ärztliche oder psychotherapeutische Abklärung.
Erschöpfungszustände bei BurnOut
Eines der häufigsten Anzeichen ist eine emotionale Erschöpfung. Sie kann durch körperliche, aber auch durch emotionale Belastung entstehen, wenn über längere Zeit keine ausreichende Erholung möglich ist. Betroffene fühlen sich kraftlos, matt und abgeschlagen. Auch Antriebsschwäche kann ein Hinweis sein.
Innere Distanz und Gleichgültigkeit
Bei anhaltender Überlastung entwickeln manche Menschen eine zunehmende innere Distanz zu ihrer Arbeit oder zu anderen Menschen. Sie wirken gleichgültig oder zynisch und erledigen nur noch das Nötigste. Fachleute sprechen hier auch von Depersonalisierung.
Nicht erfolgreich sein ist meistens ein Gefühl
Viele Betroffene haben das Gefühl, trotz großer Anstrengung nichts mehr zu schaffen, und können die eigene Leistung kaum noch wertschätzen. Durch die Überlastung fällt es schwerer, sich zu konzentrieren und Aufgaben wie gewohnt zu erledigen. Die erlebte Leistungsfähigkeit nimmt ab.
Alles wirkt sinnlos
Häufig kommen Selbstzweifel hinzu. Das Vertrauen in die eigenen Fähigkeiten sinkt, Tätigkeiten werden nur noch mechanisch erledigt. Manche Betroffene erleben ihren Alltag zunehmend als sinnlos. Wer anhaltend niedergeschlagen ist oder keinen Ausweg mehr sieht, sollte sich zeitnah ärztliche oder psychotherapeutische Hilfe holen.
Angst und Panik bei BurnOut
Manche Betroffene erleben Angstzustände oder Panikattacken. Anhaltende Anspannung kann es erschweren, zur Ruhe zu kommen. Angst- und Panikattacken können verschiedene Ursachen haben und sollten ärztlich abgeklärt werden.
Abgeschlagen und müde
Ein Hinweis kann sein, dass die Müdigkeit auch nach Erholungsphasen anhält. Viele Betroffene fühlen sich dauerhaft angestrengt und überfordert, der Alltag fällt zunehmend schwer. Anhaltende Müdigkeit kann auch körperliche Ursachen haben, etwa eine Schilddrüsenerkrankung oder Blutarmut, und sollte deshalb ärztlich untersucht werden.
Das Schlafen wird schwer bei BurnOut
Viele Betroffene haben das Gefühl, nicht mehr abschalten zu können. Wenn Arbeit und Privatleben kaum noch getrennt sind und auch abends gearbeitet wird, kann das zu Schlafproblemen beitragen. Das erschwert wiederum die Erholung. Es gibt noch weitere mögliche Anzeichen. Wer solche Beschwerden über längere Zeit bei sich bemerkt, sollte sich Unterstützung holen – erste Ansprechpartner sind die Hausarztpraxis, Psychotherapeutinnen und Psychotherapeuten oder Beratungsstellen. Gemeinsam lässt sich klären, welche Ursachen vorliegen und welche Schritte im Einzelfall sinnvoll sind. In akuten Krisen bietet die Telefonseelsorge rund um die Uhr Hilfe unter 0800 111 0 111 oder 0800 111 0 222.
