Wasser und Gesundheit: Was Trinkwasser leisten kann – und was nicht

Wasser ist die Grundlage allen Lebens. Ohne die Verbindung aus zwei Wasserstoffatomen und einem Sauerstoffatom, also H2O, gäbe es auf der Erde kein Leben, wie wir es kennen. Auch der menschliche Körper besteht zu einem großen Teil aus Wasser und ist auf eine regelmäßige Flüssigkeitszufuhr angewiesen.

Wie viel sollte man trinken?

Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE) gibt für Erwachsene einen Richtwert von etwa 1,5 Litern Flüssigkeit pro Tag über Getränke an. Der tatsächliche Bedarf hängt unter anderem von Temperatur, körperlicher Aktivität, Alter und Gesundheitszustand an. An heißen Tagen oder beim Sport kann er deutlich höher liegen. Ein Flüssigkeitsmangel kann sich zum Beispiel durch Kopfschmerzen, Konzentrationsprobleme oder Schwindel bemerkbar machen. Menschen mit bestimmten Erkrankungen, etwa des Herzens oder der Nieren, sollten ihre Trinkmenge ärztlich abstimmen.

Leitungswasser oder Mineralwasser?

Leitungswasser gehört in Deutschland zu den am strengsten kontrollierten Lebensmitteln. Die Trinkwasserverordnung legt Grenzwerte fest, die regelmäßig überprüft werden. In der Regel kann Leitungswasser daher bedenkenlos getrunken werden – unabhängig davon, ob man in einer Großstadt oder in einer ländlichen Region lebt. Probleme können in Einzelfällen durch alte Hausleitungen entstehen. Wer unsicher ist, kann beim örtlichen Wasserversorger Informationen zur Wasserqualität erfragen. Die Mineralstoffe, die der Körper braucht, werden überwiegend über die Nahrung aufgenommen.

Sauerstoffwasser und „belebtes“ Wasser

Einige Hersteller bewerben mit Sauerstoff angereichertes Wasser, das die Leistungsfähigkeit steigern soll. Über Magen und Darm kann jedoch nur eine sehr geringe Menge Sauerstoff aufgenommen werden. Bei gesunden Menschen ist das Blut über die Atmung bereits nahezu vollständig mit Sauerstoff gesättigt. Ein gesundheitlicher Nutzen von Sauerstoffwasser ist nicht belegt.
Ähnliches gilt für sogenanntes belebtes, energetisiertes oder „informiertes“ Wasser, etwa durch Steine, Verwirbelung oder spezielle Behälter. Für die Annahme, dass Wasser Informationen speichern und dadurch die Gesundheit beeinflussen kann, gibt es keine wissenschaftlichen Belege. Berichtete Effekte lassen sich nach aktuellem Kenntnisstand nicht von Placebo-Effekten unterscheiden.

Fazit

Ausreichend zu trinken ist wichtig für die Körperfunktionen. Leitungswasser ist dafür in Deutschland in aller Regel gut geeignet. Für besondere Wassersorten mit versprochenen Zusatzwirkungen fehlen belastbare Nachweise. Wer Leitungswasser bedenkenlos trinken kann, sollte es schätzen und sparsam damit umgehen.

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